02.11.
21:30 - 21:58
Roeser zu Gast in Simmern eine Partnerstadt aus Luxemburg stellt sich vor.
Der letzte Sonntag der diesjährigen Heimat Europa Filmfestspiele in Simmern war der luxemburgischen Partnerstadt Roeser gewidmet. Nach der Aufführung des Spielfilms "Terre Rouge - Topographie du Poète" zeigt der lokale Videoverein aus Roeser zwei ihrer Kurzfilme, die in den letzten Jahren entstanden sind und Themen aus Roeser und Umgebung behandeln. Die Videoamateure aus Luxemburg halten so ihre Heimat im Bild lebendig - ähnlich wie der Nierekumer Heckeschlupper TV das hier im Hunsrück versucht. Im Anschluss an die Filmvorführungen erfreute der Gesangverein Chorale Ste Cécile Roeser-Crauthem mit ihrem beschwingten Repertoire unter der Leitung von Madame Sylvie Serra-Jacobs die zahlreichen Gäste im vollbesetzten Raum 9 des Pro-Winzkinos Simmern.
Produzent: Wilfried Gewehr, 55469 Niederkumbd
Sendeverantwortlich: Wilfried Gewehr, 55469 Niederkumbd
21:59 - 23:06
Die Sponheimer Stationentheater rund um die Kastellauner Burg
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts ist der Hunsrück ein politisches Pulverfass. Die Grafen von Sponheim kontrollieren große Teile des Landes zwischen Mosel und Nahe, ihre Burgen sind Machtdemonstrationen und Schutzräume gleichermaßen. Doch der Trierer Kurfürst Balduin von Luxemburg treibt seine Expansionen voran. Dabei geraten nicht nur sponheimische Besitzungen ins Visier, auch die Burg Waldeck und die Burg Eltz werden bedroht. Wer diese Schlüsselpositionen hält, bestimmt die Spielregeln der Region.
In dieser von Gewalt und Machtkalkül geprägten Welt übernimmt nach dem frühen Tod ihres Mannes im Jahr 1324 die junge Loretta von Sponheim die Regentschaft für ihren noch minderjährigen Sohn. 1331 endet Lorettas Regentschaft. Nach einer Sühnefahrt zum Papst in Avignon und der Aufhebung des Kirchenbanns übergibt sie die Macht an ihren nun mündigen Sohn Johann III und zieht sich auf ihren Witwensitz, der Frauenburg bei Birkenfeld zurück.
Und genau hier setzt das Theaterstück von Hotte Schneider an. Auf Einladung Elisabeths von Valkenburg, der Gattin des Kastellauner Grafen Simon II von Sponheim, wird Lorettas Besuch an diesem Tag in Kastellaun erwartet.
Die SPONHEIMER spielen an einem einzigen Tag des Jahres 1331, verteilt auf mehrere Stationen in der Altstadt und natürlich auf der Burg selbst. Zuschauer und teilweise die Schauspieler bewegen sich durch historische Räume, werden Teil der Handlung und spüren, wie nah Bedrohung, Diplomatie und Hoffnung beieinanderliegen - ein sehenswertes Spektakel, das im Jahr 2027 wiederholt werden wird (Quelle: Programmheft)
Produzent: Wilfried Gewehr, 55469 Niederkumbd
Sendeverantwortlich: Wilfried Gewehr, 55469 Niederkumbd
23:07 - 23:27
Kirchen im Hunsrück Kisselbach Laubach Schnorbach Rheinböllen
Die Vorgeschichte der katholischen Kirche St. Apollonia in Kisselbach reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Damals besaß Kisselbach bereits eine eigene Kapelle. Doch im Laufe der Zeit wurde das Gebäude immer baufälliger. Feuchtigkeit drang ein, der Fußboden blieb nass, und auch das Fundament bereitete Sorgen. Eine neue Kirche wurde dringend benötigt. Ihren Namen trägt die Kirche nach der heiligen Apollonia. Sie gilt als Schutzpatronin bei Zahnschmerzen und wird in der christlichen Kunst häufig mit einer Zange dargestellt. Auch die Innenausstattung erzählt Geschichte. Teile der Altäre stammen noch aus der älteren Kirche. In den Jahren 1963 und 1964 wurde das Gotteshaus grundlegend renoviert. Dabei veränderte sich auch sein Erscheinungsbild. Die Säulen und die frühere Decke wurden entfernt. Aus der ursprünglich dreischiffigen Basilika entstand der heutige einschiffige Kirchenraum.
Die evangelische Kirche Laubach wurde im Jahr 1729 auf dem ehemaligen Terrain der Laubacher Burg in der Ortsmitte gebaut. Bis dahin hatte der Geistliche Gottes Wort in einer Scheune gepredigt. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Kirche baufällig, es begann eine langjährige Planungsphase. Die Laubacher Kirche im Wesentlichen nach dem Plan der Kirche von Mengerschied zu bauen. Das spätklassizistische Gebäude aus Schieferbruchsteinen wurde 1858 eingeweiht und mit einer Stumm-Orgel ausgestattet, die Kirche wurde 1969 - 1971 umfassend renoviert
(Quelle: Programmheft Kirchen sind Heimat 2023)
Die Geschichte der katholischen Kirche St. Sebastianus in Schnorbach reicht bis ins Mittelalter zurück. Das heutige Kirchengebäude entstand im Wesentlichen im frühen 18. Jahrhundert und ist eng mit der wechselvollen Religionsgeschichte der Region verbunden.
- Um 1200 - erste urkundliche Erwähnung. Der damalige Ortsname lautete "Snarbach". Das kirchliche Leben in Schnorbach ist somit seit mindestens acht Jahrhunderten schriftlich belegt.
- 1709 - Bau des Langhauses: An einen vermutlich älteren Chor wurde das neue Kirchenschiff angebaut. Dieses Jahr gilt als das Baujahr der heutigen Kirche.
- 1827 bis 1967 - Veränderungen am Gebäude: 1827 wurde die Kirche renoviert und eine Sakristei angebaut. Diese wurde 1962 vergrößert. 1967 entstand der hölzerne Vorbau an der Westseite, der heute den Eingang bildet.
(Quelle: Pfarrei Simmern-Rheinböllen St. Lydia)
Die Evangelische Kirche Rheinböllen blickt ebenfalls auf eine Geschichte zurück, die bis ins Mittelalter reicht.
1332 - Die erste urkundliche Erwähnung. Der gedrungene Kirchturm besitzt zumindest in seinen Grundmauern mittelalterliche Substanz. Rund um das Gotteshaus befand sich von etwa 1575 bis 1845 der Friedhof. In den folgenden Jahrhunderten erlebte die Kirche eine bewegte Geschichte mit zahlreichen aufwendigen An- und Umbauten. Die schwärzeste Stunde der jüngeren Geschichte traf die Kirche am 16. März 1945, als sie durch heftigen Artilleriebeschuss in Brand gesetzt wurde und bis auf die Grundmauern niederbrannte. Mit einfachen Mitteln und großem Engagement der Gemeindemitglieder wurde die Kirche wieder aufgebaut. Am 13. November 1949 konnte der erste Gottesdienst nach dem Wiederaufbau gefeiert werden. Spätere Renovierungen verbesserten den Innenraum; 2002 wurde eine neue Orgel eingeweiht (Quelle: Rheinböllen-Dichtelbach.ekir.de)
Produzent: Wilfried Gewehr, 55469 Niederkumbd
Sendeverantwortlich: Wilfried Gewehr, 55469 Niederkumbd
23:28 - 00:00
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